Reportage/Doku

Die Kinder von Beslan


Beiträge für RBB Regional und ARD-Europamagazin

Drei Tage lang stand im September 2004 die kleine Stadt Beslan in der russischen Kasukasus-Republik Nordossetien im Zentrum einer entsetzten Weltöffentlichkeit:

Bei der Geiselnahme in der Schule Nummer 1 und ihrem blutigen Ende starben 332 Menschen, darunter 176 Kinder. Doch auch jene, die davongekommen sind, leiden bis heute unter den Folgen des unvorstellbar grausamen Terroraktes.

Einigen haben die Detonationen der Panzergeschosse und Granaten das Gehör schwer beschädigt - und je länger die Verletzungen unbehandelt bleiben, desto schwerwiegender werden sie.

Vor Ort aber werden die Kinder und ihre Mütter allein gelassen. Es fehlt an medizinischem Know How und entsprechender Ausstattung.

Der Cottbuser Hals-Nasen-Ohren-Spezialist Professor Thomas Eichhorn hat sich auf den Weg in die ossetische Hauptstadt Wladikawkas gemacht, um in einer harten Urlaubswoche wenigstens einigen von ihnen zu helfen. Christian Maier (Autor) und Géza Pieruschka (Kamera) haben ihn auf dieser ungewöhnlichen Reise begleitet.

Sie haben miterlebt, unter welch schwierigen Bedingungen die komplizierten Eingriffe durchgeführt wurden; aber auch, welche Dankbarkeit und Gastfreundschaft den Chirurgen entgegengebracht wurde.

Sie erlebten die lebensrettende Notoperation eines anderthalbjährigen Säuglings, und sie sprachen lange mit den Opfern des Terroranschlags. Über ihre Erlebnisse, ihre Hilflosigkeit - und ihre lähmende Wut, weil sie die wahren Hintergründe des Dramas wohl nie erfahren werden.

Die Kinder von Beslan
Die Kinder von Beslan